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„Wir sind stärker, wenn wir uns verbinden“

Europas Stärke liegt in der Verbindung: Maarten Schram im Interview mit der boe international. © Messe Dortmund / Wolfgang Helm

Wenn Sie der europäischen Eventindustrie zum zehnjährigen Bestehen der LCA einen Wunsch mitgeben könnten – welcher wäre das?

Maarten Schram: Dass wir weiterhin an die Kraft der Verbindung glauben – innerhalb unserer Branche ebenso wie in der Arbeit, die wir gestalten. Wir leben in einer Zeit, in der Gesellschaften polarisierter werden und Kommunikation zunehmend über Bildschirme und Algorithmen stattfindet. Unsere Branche schafft etwas, das immer knapper wird: echte Begegnungen zwischen Menschen.

Ich wünsche mir, dass Europa Live-Kommunikation nicht nur als Wirtschafts- und Kreativbranche anerkennt, sondern auch als wirkungsvolles Instrument, um Verständnis, Vertrauen und Zugehörigkeit zu schaffen. Und für unsere eigene Branche gilt: Bleibt neugierig, teilt mehr Wissen und überschreitet weiterhin Grenzen. Nach zehn Jahren LiveCom Alliance bin ich von unserer ursprünglichen Idee vielleicht stärker überzeugt denn je: Wir sind stärker, wenn wir uns verbinden.

Welche Themen werden die europäische Eventindustrie in den kommenden Jahren am stärksten prägen: Internationalisierung, Nachhaltigkeit, KI, Fachkräfte, wirtschaftlicher Druck – oder ganz andere Entwicklungen?

Maarten Schram: Alle diese Themen sind wichtig. Dahinter steht für mich jedoch eine größere Frage: Wie schaffen wir weiterhin bedeutsame menschliche Verbindungen in einer Welt, die digitaler, fragmentierter und komplexer wird?

KI wird die Arbeitsweise von Agenturen grundlegend beeinflussen. Nachhaltigkeit wird zunehmend zur Voraussetzung und ist keine Wahl mehr. Fachkräftefragen und wirtschaftlicher Druck werden Unternehmen dazu zwingen, ihre Organisation neu zu denken. Und Internationalisierung eröffnet Chancen, erhöht aber zugleich die Komplexität. Technologie sollte menschliche Verbindung letztlich stärken, nicht ersetzen. Ich mag noch immer eine Formulierung, die wir kürzlich verwendet haben: Nachhaltigkeit ist der Kompass und Technologie der Beschleuniger – doch der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben. Das ist für mich die übergeordnete Richtung.

Welche Impulse sollte die LCA in den kommenden Jahren setzen, um die Branche weiter zu vernetzen und gemeinsam voranzubringen?

Maarten Schram: Nach zehn Jahren ist es aus meiner Sicht sinnvoll, diese Frage noch einmal von Grund auf zu stellen. Organisationen sollten Dinge nicht einfach fortsetzen, weil sie sie schon immer getan haben. Im ersten Jahrzehnt der LiveCom Alliance ging es darum, Verbindungen aufzubauen, ein europäisches Netzwerk zu schaffen und eine gemeinsame Wissensbasis zu etablieren.

Für die nächste Phase lautet die Frage: Was braucht unsere Branche jetzt? Ich sehe einen großen Bedarf an aktuellen, vergleichbaren europäischen Marktdaten – besonders in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und schnellen Wandels. Ebenso braucht es fokussierte europäische Begegnungsformate, in denen Menschen Wissen austauschen und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen können.

Im nächsten Kapitel geht es daher vielleicht nicht darum, mehr zu tun, sondern noch fokussierter, agiler und relevanter zu werden. Das Prinzip dahinter bleibt unverändert: Wir bringen Europas Event-Community dort zusammen, wo daraus ein echter Mehrwert entsteht.

Die LCA versteht sich heute als europäische Plattform für Live-Kommunikation. Was bedeutet das konkret? Welche Rolle übernimmt die Alliance für nationale Verbände, Agenturen und Unternehmen in Europa?

Maarten Schram: Die LiveCom Alliance ist bewusst kein weiterer nationaler Verband auf europäischer Ebene. Unsere Mitglieder sind die nationalen Verbände selbst. Unsere Aufgabe ist es, sie miteinander zu verbinden und oberhalb der nationalen Märkte eine Ebene zu schaffen, auf der Wissen, Erfahrungen und Perspektiven geteilt werden können.

Manchmal entstehen daraus Studien. Manchmal Leitlinien, gemeinsame Vorgehensweisen oder internationale Kontakte. Und manchmal liegt der größte Wert schlicht darin, zum Telefon greifen und mit einer vertrauten Kollegin oder einem vertrauten Kollegen in einem anderen europäischen Markt sprechen zu können. Dieses Netzwerk mag schwer greifbar wirken, ist in einer zunehmend internationalen Branche aber außerordentlich wertvoll.

Die LCA vereint aktuell acht nationale Organisationen und erreicht mehr als 1.000 Agenturen und Unternehmen in Europa. Was sagt diese Reichweite über die Bedeutung von Live-Kommunikation als europäischer Branche aus?

Maarten Schram: Sie zeigt, dass wir nicht über eine Nischendisziplin sprechen. Live-Kommunikation steht in Europa für ein bedeutendes kreatives und wirtschaftliches Ökosystem. Sie beschäftigt Tausende Menschen und verbindet Strategie, Kreation, Produktion, Technologie, Hospitality und viele weitere Disziplinen.

Gleichzeitig sollten wir mit diesen Zahlen bescheiden bleiben. Acht Länder sind relevant, Europa ist aber deutlich größer. Eine Erkenntnis aus den vergangenen zehn Jahren lautet, dass Aufbau und Pflege eines wirklich europäischen Netzwerks kontinuierliche Energie und Engagement erfordern. Die mehr als 1.000 Unternehmen sind für mich deshalb Erfolg und Erinnerung zugleich: Europäische Zusammenarbeit ist nie abgeschlossen.

Der Leitgedanke der LCA lautet „Unite. Learn. Inspire.“ Wie wichtig ist diese Verbindung in einer Zeit, in der die Branche internationaler, komplexer und vernetzter wird?

Maarten Schram: Heute ist sie vielleicht noch relevanter als vor zehn Jahren. Unite, weil viele Herausforderungen nicht mehr an nationalen Grenzen enden. Learn, weil sich Technologie, Nachhaltigkeit, Erwartungen der Auftraggeber und neue Geschäftsmodelle so schnell entwickeln, dass niemand alle Antworten allein haben kann. Und Inspire, weil dies letztlich eine kreative Branche ist. Daten und Wissen sind wichtig. Fortschritt entsteht aber auch, wenn wir sehen, was andere tun, und uns vorstellen, was möglich sein könnte. Die Worte sind seit zehn Jahren dieselben geblieben. Ihre Bedeutung ist wahrscheinlich nur noch stärker geworden.

Der European Industry Survey 2025 zeigt, dass Internationalisierung für viele Unternehmen der Live-Kommunikation bereits Realität ist. Welche Ergebnisse sind für Sie besonders wichtig?

Maarten Schram: Die auffälligste Erkenntnis ist wahrscheinlich, dass Internationalisierung längst nicht mehr nur Sache einer kleinen Gruppe großer Agenturen ist. Unsere Studie von 2025 zeigt: 56,6 Prozent der Befragten sind international tätig. Von den international aktiven Unternehmen arbeiten 61 Prozent auch außerhalb Europas. Für viele Agenturen trägt das Auslandsgeschäft bereits einen relevanten Anteil zum Umsatz bei.

Ebenso interessant finde ich die Gründe für die Internationalisierung. Es geht nicht nur darum, Kunden ins Ausland zu folgen. Unternehmen suchen auch Zugang zu neuen Märkten, Wissen, Talenten, Partnerschaften und Chancen. Gleichzeitig zeigt unsere Forschung, dass Hürden bleiben – darunter kulturelle Unterschiede, rechtliche Rahmenbedingungen, Logistik und die Suche nach geeigneten Partnern. Damit sind wir wieder bei der Bedeutung vertrauensvoller internationaler Netzwerke.

Was braucht es, damit internationale Zusammenarbeit in der Live-Kommunikation erfolgreich funktioniert?

Maarten Schram: An erster Stelle steht Vertrauen. Vereinbarungen über Budgets, Verträge und Verantwortlichkeiten sind wichtig. Erfolgreiche internationale Zusammenarbeit verlangt darüber hinaus Verständnis dafür, wie Menschen in unterschiedlichen Kulturen und Märkten arbeiten. Dazu gehört Neugier – und die Bereitschaft, die eigene Arbeitsweise nicht für universell zu halten.

Zweitens braucht es verlässliche lokale Partner. Internationalisierung bedeutet nicht zwangsläufig, überall eigene Büros aufzubauen. Häufig ist die Verbindung aus internationalem Anspruch und fundierter lokaler Kenntnis das stärkere Modell. Schließlich benötigen wir mehr gemeinsames Wissen und gemeinsame Standards. Je leichter wir es Unternehmen machen, einander über Grenzen hinweg zu verstehen und zusammenzuarbeiten, desto stärker wird das europäische Ökosystem.

Viele Unternehmen sind tief in ihren lokalen Märkten verwurzelt und arbeiten zugleich für internationale Kunden. Wie verändert das das Selbstverständnis der Branche?

Maarten Schram: Ich glaube, dass gerade die Verbindung aus lokaler Verwurzelung und internationaler Reichweite zu einem prägenden Merkmal unserer europäischen Branche wird. Man muss nicht weniger niederländisch, deutsch, französisch oder italienisch werden, um internationaler zu arbeiten. Im Gegenteil: Lokale Kultur, Kreativität und Marktkenntnis machen Agenturen international oft erst besonders interessant. Europa sollte nicht versuchen, zu einem homogenen Markt zu werden. Seine Vielfalt ist eine seiner kreativen Stärken. Die Herausforderung besteht darin, diese Vielfalt über Grenzen hinweg leichter zugänglich zu machen.

„Internationalisierung bedeutet nicht zwangsläufig, überall eigene Büros aufzubauen. Häufig ist die Verbindung aus internationalem Anspruch und fundierter lokaler Kenntnis das stärkere Modell.“

Zehn Jahre LiveCom Alliance: Gründer und Geschäftsführer Maarten Schram über europäische Zusammenarbeit, internationale Chancen und die Kraft persönlicher Begegnungen.

Die europäische Eventindustrie ist vielfältig, international vernetzt und zugleich stark in ihren nationalen Märkten verankert. Seit 2016 bringt die LiveCom Alliance Branchenverbände aus inzwischen acht Ländern zusammen und erreicht über deren Netzwerke mehr als 1.000 Agenturen und Unternehmen. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens hat die boe international mit Gründer und Geschäftsführer Maarten Schram über die Entwicklung der Branche, den Wert persönlicher Begegnungen, die Partnerschaft mit der boe international und die Frage gesprochen, wie europäische Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter an Wirkung gewinnen kann.

Die LiveCom Alliance feiert 2026 ihr zehnjähriges Bestehen. Welche Idee stand ursprünglich hinter der Gründung – und was war für Sie seither der wichtigste Meilenstein?

Maarten Schram: Als wir die LiveCom Alliance 2016 gründeten, war die Idee eigentlich ganz einfach: Europa verfügt über eine unglaublich starke Branche für Live-Kommunikation, doch sie war weitgehend innerhalb nationaler Grenzen organisiert. Wir wollten diese nationalen Communities miteinander verbinden, voneinander lernen und eine stärkere europäische Perspektive schaffen.

Daraus entstand unser Leitgedanke: Unite. Learn. Inspire.

Rückblickend gibt es für mich nicht den einen Meilenstein. Ich bin stolz darauf, dass wir ein vertrauensvolles Netzwerk aus acht nationalen Verbänden aufgebaut haben, das mehr als 1.000 Agenturen und Unternehmen repräsentiert. Vielleicht noch wichtiger ist jedoch, dass wir etwas geschaffen haben, das es so zuvor kaum gab: eine kontinuierlich wachsende europäische Wissensbasis für unsere Branche.

Der European Industry Survey spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit ihm konnten wir Annahmen und nationale Einzelbeobachtungen durch vergleichbare europäische Erkenntnisse ergänzen. Während der Corona-Pandemie, als unsere Branche besonders hart getroffen wurde, erwiesen sich dieses Netzwerk und die gemeinsame Datenbasis als besonders wertvoll. Zehn Jahre später ist diese Verbindung aus Gemeinschaft, Wissen und Vertrauen für mich wahrscheinlich unser wichtigster Erfolg.

Wie hat sich die europäische Event- und Live-Kommunikationsbranche in den vergangenen zehn Jahren verändert?

Maarten Schram: Die größte Veränderung besteht darin, dass Live-Kommunikation deutlich näher an das strategische Zentrum von Unternehmen und Marken gerückt ist. Vor zehn Jahren wurden Events häufig vor allem als ausführende Disziplin betrachtet. Heute werden Agenturen immer früher einbezogen – in Strategie, Experience Design, Content, Technologie, Nachhaltigkeit und Wirkungsmessung.

Gleichzeitig hat sich der Begriff „live“ erweitert. Digitale und hybride Formate gehören zum Instrumentarium, Daten sind wichtiger geworden, und KI verändert rasant, wie wir Erlebnisse entwickeln und umsetzen. Interessanterweise hat uns all diese Technologie zugleich an etwas Grundlegendes erinnert: den Wert physischer Präsenz. Die Pandemie hat das besonders deutlich gemacht. Direkte menschliche Begegnung schafft Vertrauen, Emotionen und Erinnerungen auf eine Weise, die sich nur sehr schwer reproduzieren lässt. Deshalb bin ich überzeugt, dass Live-Kommunikation in einer zunehmend digitalen Welt relevanter geworden ist – nicht weniger relevant.

Die LiveCom Alliance und die boe international arbeiten seit 2019 als Partner zusammen. Was macht diese Verbindung aus Ihrer Sicht besonders wertvoll – gerade für den Austausch innerhalb der europäischen Eventindustrie?

Maarten Schram: Zunächst ist dieses Jubiläum auch eine Gelegenheit, Danke zu sagen.

Ein europäisches Netzwerk wie die LiveCom Alliance kann nur bestehen, wenn Partner daran glauben, wie wichtig die Verbindung einer Branche über nationale Grenzen hinweg ist. Die boe international unterstützt dieses Anliegen seit vielen Jahren. Besonders wichtig war diese Partnerschaft, weil sie es uns ermöglicht, kontinuierlich in Wissen und Forschung zu investieren. Eine europäische Wissensbasis lässt sich nicht mit einer einzelnen Untersuchung aufbauen. Wer Entwicklungen wirklich verstehen will, muss sie über längere Zeit beobachten.

Die langfristige Unterstützung der boe hat uns geholfen, diese Kontinuität zu schaffen und Initiativen wie den European Industry Survey möglich zu machen. Genauso wichtig ist die zweite Seite der Partnerschaft: Forschung erzeugt Wissen, Begegnungsorte ermöglichen Austausch. Die boe bringt Menschen persönlich zusammen. Dort können europäische Erkenntnisse diskutiert, hinterfragt und in neue Verbindungen übersetzt werden. Für mich gehört beides untrennbar zusammen.

Die boe versteht sich als Branchentreffpunkt für Menschen, Ideen und Innovationen in der Eventindustrie. Welche Rolle spielen persönliche Plattformen dabei, europäische Themen, Perspektiven und Netzwerke sichtbarer zu machen?

Maarten Schram: Eine zentrale Rolle. Wir können Berichte veröffentlichen, Daten teilen und Menschen digital vernetzen. Branchen werden letztlich aber von Menschen geprägt, die einander kennen und vertrauen. Gerade in Europa sind persönliche Plattformen wichtig, weil unsere Stärke in der Vielfalt liegt. Märkte, Kulturen und Arbeitsweisen unterscheiden sich. Wenn wir uns begegnen, lernen wir, diese Unterschiede zu verstehen, anstatt sie beseitigen zu wollen.

Hier wird eine Plattform wie die boe zu mehr als einer Fachmesse: Sie kann ein Ort sein, an dem aus nationalen Perspektiven europäische Gespräche entstehen. In diesem Sinne teilen physische Branchentreffpunkte und die LiveCom Alliance eine sehr ähnliche Überzeugung: Verbindung schafft Fortschritt.

Wo sehen Sie gemeinsame Chancen, den Austausch zwischen LiveCom Alliance, boe international und europäischer Eventindustrie in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln?

Maarten Schram: Die Chance liegt darin, noch gezielter auf die Bereiche zu schauen, in denen europäischer Austausch einen echten Mehrwert schafft. In den vergangenen zehn Jahren haben wir gelernt, dass mehr Treffen, mehr Inhalte oder mehr Initiativen nicht automatisch die Antwort sind. Die entscheidende Frage lautet: Was können wir gemeinsam erreichen, das einzelne Länder oder Organisationen allein nicht ebenso wirkungsvoll leisten können?

Forschung ist ein naheliegendes Feld. Da Agenturen und Auftraggeber internationaler arbeiten, wird es immer wichtiger, Marktentwicklungen über Grenzen hinweg zu verstehen. Potenzial sehe ich außerdem in kleineren, fokussierten Austauschformaten, die die richtigen Menschen zu Themen wie internationaler Zusammenarbeit, Fachkräften, KI, Nachhaltigkeit oder neuen Geschäftsmodellen zusammenbringen. Mit dem Eintritt in unser zweites Jahrzehnt stellt sich auch für die LiveCom Alliance die Frage, wo wir künftig den größten europäischen Mehrwert schaffen können. Die boe kann dabei weiterhin ein wichtiger Partner sein, um diese Möglichkeiten gemeinsam auszuloten.

„Wir leben in einer Zeit, in der Gesellschaften polarisierter werden und Kommunikation zunehmend über Bildschirme und Algorithmen stattfindet. Unsere Branche schafft etwas, das immer knapper wird: echte Begegnungen zwischen Menschen.“

„Wie schaffen wir weiterhin bedeutsame menschliche Verbindungen in einer Welt, die digitaler, fragmentierter und komplexer wird?“

© Messe Dortmund / Wolfgang Helm

Zur Person:

Maarten Schram ist Geschäftsführer der LiveCom Alliance, die er 2016 ins Leben gerufen hat. Zugleich leitet er IDEA, den niederländischen Verband führender Agenturen für Events und Live-Kommunikation. Darüber hinaus ist er als Mission Lead für CreativeNL tätig und engagiert sich als Juror bei internationalen Branchenpreisen. Seit rund 30 Jahren arbeitet Schram in der Event- und Live-Kommunikationsbranche. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen internationale Vernetzung, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung der europäischen Eventindustrie.

Die LCA versteht sich heute als europäische Plattform für Live-Kommunikation. Was bedeutet das konkret? Welche Rolle übernimmt die Alliance für nationale Verbände, Agenturen und Unternehmen in Europa?

Maarten Schram: Die LiveCom Alliance ist bewusst kein weiterer nationaler Verband auf europäischer Ebene. Unsere Mitglieder sind die nationalen Verbände selbst. Unsere Aufgabe ist es, sie miteinander zu verbinden und oberhalb der nationalen Märkte eine Ebene zu schaffen, auf der Wissen, Erfahrungen und Perspektiven geteilt werden können.

Manchmal entstehen daraus Studien. Manchmal Leitlinien, gemeinsame Vorgehensweisen oder internationale Kontakte. Und manchmal liegt der größte Wert schlicht darin, zum Telefon greifen und mit einer vertrauten Kollegin oder einem vertrauten Kollegen in einem anderen europäischen Markt sprechen zu können. Dieses Netzwerk mag schwer greifbar wirken, ist in einer zunehmend internationalen Branche aber außerordentlich wertvoll.

Die LCA vereint aktuell acht nationale Organisationen und erreicht mehr als 1.000 Agenturen und Unternehmen in Europa. Was sagt diese Reichweite über die Bedeutung von Live-Kommunikation als europäischer Branche aus?

Maarten Schram: Sie zeigt, dass wir nicht über eine Nischendisziplin sprechen. Live-Kommunikation steht in Europa für ein bedeutendes kreatives und wirtschaftliches Ökosystem. Sie beschäftigt Tausende Menschen und verbindet Strategie, Kreation, Produktion, Technologie, Hospitality und viele weitere Disziplinen.

Gleichzeitig sollten wir mit diesen Zahlen bescheiden bleiben. Acht Länder sind relevant, Europa ist aber deutlich größer. Eine Erkenntnis aus den vergangenen zehn Jahren lautet, dass Aufbau und Pflege eines wirklich europäischen Netzwerks kontinuierliche Energie und Engagement erfordern. Die mehr als 1.000 Unternehmen sind für mich deshalb Erfolg und Erinnerung zugleich: Europäische Zusammenarbeit ist nie abgeschlossen.

Der Leitgedanke der LCA lautet „Unite. Learn. Inspire.“ Wie wichtig ist diese Verbindung in einer Zeit, in der die Branche internationaler, komplexer und vernetzter wird?

Maarten Schram: Heute ist sie vielleicht noch relevanter als vor zehn Jahren. Unite, weil viele Herausforderungen nicht mehr an nationalen Grenzen enden. Learn, weil sich Technologie, Nachhaltigkeit, Erwartungen der Auftraggeber und neue Geschäftsmodelle so schnell entwickeln, dass niemand alle Antworten allein haben kann. Und Inspire, weil dies letztlich eine kreative Branche ist. Daten und Wissen sind wichtig. Fortschritt entsteht aber auch, wenn wir sehen, was andere tun, und uns vorstellen, was möglich sein könnte. Die Worte sind seit zehn Jahren dieselben geblieben. Ihre Bedeutung ist wahrscheinlich nur noch stärker geworden.

Der European Industry Survey 2025 zeigt, dass Internationalisierung für viele Unternehmen der Live-Kommunikation bereits Realität ist. Welche Ergebnisse sind für Sie besonders wichtig?

Maarten Schram: Die auffälligste Erkenntnis ist wahrscheinlich, dass Internationalisierung längst nicht mehr nur Sache einer kleinen Gruppe großer Agenturen ist. Unsere Studie von 2025 zeigt: 56,6 Prozent der Befragten sind international tätig. Von den international aktiven Unternehmen arbeiten 61 Prozent auch außerhalb Europas. Für viele Agenturen trägt das Auslandsgeschäft bereits einen relevanten Anteil zum Umsatz bei.

Ebenso interessant finde ich die Gründe für die Internationalisierung. Es geht nicht nur darum, Kunden ins Ausland zu folgen. Unternehmen suchen auch Zugang zu neuen Märkten, Wissen, Talenten, Partnerschaften und Chancen. Gleichzeitig zeigt unsere Forschung, dass Hürden bleiben – darunter kulturelle Unterschiede, rechtliche Rahmenbedingungen, Logistik und die Suche nach geeigneten Partnern. Damit sind wir wieder bei der Bedeutung vertrauensvoller internationaler Netzwerke.

Was braucht es, damit internationale Zusammenarbeit in der Live-Kommunikation erfolgreich funktioniert?

Maarten Schram: An erster Stelle steht Vertrauen. Vereinbarungen über Budgets, Verträge und Verantwortlichkeiten sind wichtig. Erfolgreiche internationale Zusammenarbeit verlangt darüber hinaus Verständnis dafür, wie Menschen in unterschiedlichen Kulturen und Märkten arbeiten. Dazu gehört Neugier – und die Bereitschaft, die eigene Arbeitsweise nicht für universell zu halten.

Zweitens braucht es verlässliche lokale Partner. Internationalisierung bedeutet nicht zwangsläufig, überall eigene Büros aufzubauen. Häufig ist die Verbindung aus internationalem Anspruch und fundierter lokaler Kenntnis das stärkere Modell. Schließlich benötigen wir mehr gemeinsames Wissen und gemeinsame Standards. Je leichter wir es Unternehmen machen, einander über Grenzen hinweg zu verstehen und zusammenzuarbeiten, desto stärker wird das europäische Ökosystem.

Viele Unternehmen sind tief in ihren lokalen Märkten verwurzelt und arbeiten zugleich für internationale Kunden. Wie verändert das das Selbstverständnis der Branche?

Maarten Schram: Ich glaube, dass gerade die Verbindung aus lokaler Verwurzelung und internationaler Reichweite zu einem prägenden Merkmal unserer europäischen Branche wird. Man muss nicht weniger niederländisch, deutsch, französisch oder italienisch werden, um internationaler zu arbeiten. Im Gegenteil: Lokale Kultur, Kreativität und Marktkenntnis machen Agenturen international oft erst besonders interessant. Europa sollte nicht versuchen, zu einem homogenen Markt zu werden. Seine Vielfalt ist eine seiner kreativen Stärken. Die Herausforderung besteht darin, diese Vielfalt über Grenzen hinweg leichter zugänglich zu machen.

„Wir sind stärker, wenn wir uns verbinden“

Europas Stärke liegt in der Verbindung: Maarten Schram im Interview mit der boe international. © Messe Dortmund / Wolfgang Helm

© Messe Dortmund / Wolfgang Helm

Zehn Jahre LiveCom Alliance: Gründer und Geschäftsführer Maarten Schram über europäische Zusammenarbeit, internationale Chancen und die Kraft persönlicher Begegnungen.

Die europäische Eventindustrie ist vielfältig, international vernetzt und zugleich stark in ihren nationalen Märkten verankert. Seit 2016 bringt die LiveCom Alliance Branchenverbände aus inzwischen acht Ländern zusammen und erreicht über deren Netzwerke mehr als 1.000 Agenturen und Unternehmen. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens hat die boe international mit Gründer und Geschäftsführer Maarten Schram über die Entwicklung der Branche, den Wert persönlicher Begegnungen, die Partnerschaft mit der boe international und die Frage gesprochen, wie europäische Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter an Wirkung gewinnen kann.

Die LiveCom Alliance feiert 2026 ihr zehnjähriges Bestehen. Welche Idee stand ursprünglich hinter der Gründung – und was war für Sie seither der wichtigste Meilenstein?

Maarten Schram: Als wir die LiveCom Alliance 2016 gründeten, war die Idee eigentlich ganz einfach: Europa verfügt über eine unglaublich starke Branche für Live-Kommunikation, doch sie war weitgehend innerhalb nationaler Grenzen organisiert. Wir wollten diese nationalen Communities miteinander verbinden, voneinander lernen und eine stärkere europäische Perspektive schaffen.

Daraus entstand unser Leitgedanke: Unite. Learn. Inspire.

Rückblickend gibt es für mich nicht den einen Meilenstein. Ich bin stolz darauf, dass wir ein vertrauensvolles Netzwerk aus acht nationalen Verbänden aufgebaut haben, das mehr als 1.000 Agenturen und Unternehmen repräsentiert. Vielleicht noch wichtiger ist jedoch, dass wir etwas geschaffen haben, das es so zuvor kaum gab: eine kontinuierlich wachsende europäische Wissensbasis für unsere Branche.

Der European Industry Survey spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit ihm konnten wir Annahmen und nationale Einzelbeobachtungen durch vergleichbare europäische Erkenntnisse ergänzen. Während der Corona-Pandemie, als unsere Branche besonders hart getroffen wurde, erwiesen sich dieses Netzwerk und die gemeinsame Datenbasis als besonders wertvoll. Zehn Jahre später ist diese Verbindung aus Gemeinschaft, Wissen und Vertrauen für mich wahrscheinlich unser wichtigster Erfolg.

Wie hat sich die europäische Event- und Live-Kommunikationsbranche in den vergangenen zehn Jahren verändert?

Maarten Schram: Die größte Veränderung besteht darin, dass Live-Kommunikation deutlich näher an das strategische Zentrum von Unternehmen und Marken gerückt ist. Vor zehn Jahren wurden Events häufig vor allem als ausführende Disziplin betrachtet. Heute werden Agenturen immer früher einbezogen – in Strategie, Experience Design, Content, Technologie, Nachhaltigkeit und Wirkungsmessung.

Gleichzeitig hat sich der Begriff „live“ erweitert. Digitale und hybride Formate gehören zum Instrumentarium, Daten sind wichtiger geworden, und KI verändert rasant, wie wir Erlebnisse entwickeln und umsetzen. Interessanterweise hat uns all diese Technologie zugleich an etwas Grundlegendes erinnert: den Wert physischer Präsenz. Die Pandemie hat das besonders deutlich gemacht. Direkte menschliche Begegnung schafft Vertrauen, Emotionen und Erinnerungen auf eine Weise, die sich nur sehr schwer reproduzieren lässt. Deshalb bin ich überzeugt, dass Live-Kommunikation in einer zunehmend digitalen Welt relevanter geworden ist – nicht weniger relevant.

Die LiveCom Alliance und die boe international arbeiten seit 2019 als Partner zusammen. Was macht diese Verbindung aus Ihrer Sicht besonders wertvoll – gerade für den Austausch innerhalb der europäischen Eventindustrie?

Maarten Schram: Zunächst ist dieses Jubiläum auch eine Gelegenheit, Danke zu sagen.

Ein europäisches Netzwerk wie die LiveCom Alliance kann nur bestehen, wenn Partner daran glauben, wie wichtig die Verbindung einer Branche über nationale Grenzen hinweg ist. Die boe international unterstützt dieses Anliegen seit vielen Jahren. Besonders wichtig war diese Partnerschaft, weil sie es uns ermöglicht, kontinuierlich in Wissen und Forschung zu investieren. Eine europäische Wissensbasis lässt sich nicht mit einer einzelnen Untersuchung aufbauen. Wer Entwicklungen wirklich verstehen will, muss sie über längere Zeit beobachten.

Die langfristige Unterstützung der boe hat uns geholfen, diese Kontinuität zu schaffen und Initiativen wie den European Industry Survey möglich zu machen. Genauso wichtig ist die zweite Seite der Partnerschaft: Forschung erzeugt Wissen, Begegnungsorte ermöglichen Austausch. Die boe bringt Menschen persönlich zusammen. Dort können europäische Erkenntnisse diskutiert, hinterfragt und in neue Verbindungen übersetzt werden. Für mich gehört beides untrennbar zusammen.

Die boe versteht sich als Branchentreffpunkt für Menschen, Ideen und Innovationen in der Eventindustrie. Welche Rolle spielen persönliche Plattformen dabei, europäische Themen, Perspektiven und Netzwerke sichtbarer zu machen?

Maarten Schram: Eine zentrale Rolle. Wir können Berichte veröffentlichen, Daten teilen und Menschen digital vernetzen. Branchen werden letztlich aber von Menschen geprägt, die einander kennen und vertrauen. Gerade in Europa sind persönliche Plattformen wichtig, weil unsere Stärke in der Vielfalt liegt. Märkte, Kulturen und Arbeitsweisen unterscheiden sich. Wenn wir uns begegnen, lernen wir, diese Unterschiede zu verstehen, anstatt sie beseitigen zu wollen.

Hier wird eine Plattform wie die boe zu mehr als einer Fachmesse: Sie kann ein Ort sein, an dem aus nationalen Perspektiven europäische Gespräche entstehen. In diesem Sinne teilen physische Branchentreffpunkte und die LiveCom Alliance eine sehr ähnliche Überzeugung: Verbindung schafft Fortschritt.

Wo sehen Sie gemeinsame Chancen, den Austausch zwischen LiveCom Alliance, boe international und europäischer Eventindustrie in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln?

Maarten Schram: Die Chance liegt darin, noch gezielter auf die Bereiche zu schauen, in denen europäischer Austausch einen echten Mehrwert schafft. In den vergangenen zehn Jahren haben wir gelernt, dass mehr Treffen, mehr Inhalte oder mehr Initiativen nicht automatisch die Antwort sind. Die entscheidende Frage lautet: Was können wir gemeinsam erreichen, das einzelne Länder oder Organisationen allein nicht ebenso wirkungsvoll leisten können?

Forschung ist ein naheliegendes Feld. Da Agenturen und Auftraggeber internationaler arbeiten, wird es immer wichtiger, Marktentwicklungen über Grenzen hinweg zu verstehen. Potenzial sehe ich außerdem in kleineren, fokussierten Austauschformaten, die die richtigen Menschen zu Themen wie internationaler Zusammenarbeit, Fachkräften, KI, Nachhaltigkeit oder neuen Geschäftsmodellen zusammenbringen. Mit dem Eintritt in unser zweites Jahrzehnt stellt sich auch für die LiveCom Alliance die Frage, wo wir künftig den größten europäischen Mehrwert schaffen können. Die boe kann dabei weiterhin ein wichtiger Partner sein, um diese Möglichkeiten gemeinsam auszuloten.

„Internationalisierung bedeutet nicht zwangsläufig, überall eigene Büros aufzubauen. Häufig ist die Verbindung aus internationalem Anspruch und fundierter lokaler Kenntnis das stärkere Modell.“

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Welche Themen werden die europäische Eventindustrie in den kommenden Jahren am stärksten prägen: Internationalisierung, Nachhaltigkeit, KI, Fachkräfte, wirtschaftlicher Druck – oder ganz andere Entwicklungen?

Maarten Schram: Alle diese Themen sind wichtig. Dahinter steht für mich jedoch eine größere Frage: Wie schaffen wir weiterhin bedeutsame menschliche Verbindungen in einer Welt, die digitaler, fragmentierter und komplexer wird?

KI wird die Arbeitsweise von Agenturen grundlegend beeinflussen. Nachhaltigkeit wird zunehmend zur Voraussetzung und ist keine Wahl mehr. Fachkräftefragen und wirtschaftlicher Druck werden Unternehmen dazu zwingen, ihre Organisation neu zu denken. Und Internationalisierung eröffnet Chancen, erhöht aber zugleich die Komplexität. Technologie sollte menschliche Verbindung letztlich stärken, nicht ersetzen. Ich mag noch immer eine Formulierung, die wir kürzlich verwendet haben: Nachhaltigkeit ist der Kompass und Technologie der Beschleuniger – doch der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben. Das ist für mich die übergeordnete Richtung.

Welche Impulse sollte die LCA in den kommenden Jahren setzen, um die Branche weiter zu vernetzen und gemeinsam voranzubringen?

Maarten Schram: Nach zehn Jahren ist es aus meiner Sicht sinnvoll, diese Frage noch einmal von Grund auf zu stellen. Organisationen sollten Dinge nicht einfach fortsetzen, weil sie sie schon immer getan haben. Im ersten Jahrzehnt der LiveCom Alliance ging es darum, Verbindungen aufzubauen, ein europäisches Netzwerk zu schaffen und eine gemeinsame Wissensbasis zu etablieren.

Für die nächste Phase lautet die Frage: Was braucht unsere Branche jetzt? Ich sehe einen großen Bedarf an aktuellen, vergleichbaren europäischen Marktdaten – besonders in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und schnellen Wandels. Ebenso braucht es fokussierte europäische Begegnungsformate, in denen Menschen Wissen austauschen und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen können.

Im nächsten Kapitel geht es daher vielleicht nicht darum, mehr zu tun, sondern noch fokussierter, agiler und relevanter zu werden. Das Prinzip dahinter bleibt unverändert: Wir bringen Europas Event-Community dort zusammen, wo daraus ein echter Mehrwert entsteht.

„Wie schaffen wir weiterhin bedeutsame menschliche Verbindungen in einer Welt, die digitaler, fragmentierter und komplexer wird?“

Wenn Sie der europäischen Eventindustrie zum zehnjährigen Bestehen der LCA einen Wunsch mitgeben könnten – welcher wäre das?

Maarten Schram: Dass wir weiterhin an die Kraft der Verbindung glauben – innerhalb unserer Branche ebenso wie in der Arbeit, die wir gestalten. Wir leben in einer Zeit, in der Gesellschaften polarisierter werden und Kommunikation zunehmend über Bildschirme und Algorithmen stattfindet. Unsere Branche schafft etwas, das immer knapper wird: echte Begegnungen zwischen Menschen.

Ich wünsche mir, dass Europa Live-Kommunikation nicht nur als Wirtschafts- und Kreativbranche anerkennt, sondern auch als wirkungsvolles Instrument, um Verständnis, Vertrauen und Zugehörigkeit zu schaffen. Und für unsere eigene Branche gilt: Bleibt neugierig, teilt mehr Wissen und überschreitet weiterhin Grenzen. Nach zehn Jahren LiveCom Alliance bin ich von unserer ursprünglichen Idee vielleicht stärker überzeugt denn je: Wir sind stärker, wenn wir uns verbinden.

„Wir leben in einer Zeit, in der Gesellschaften polarisierter werden und Kommunikation zunehmend über Bildschirme und Algorithmen stattfindet. Unsere Branche schafft etwas, das immer knapper wird: echte Begegnungen zwischen Menschen.“

Zur Person:

Maarten Schram ist Geschäftsführer der LiveCom Alliance, die er 2016 ins Leben gerufen hat. Zugleich leitet er IDEA, den niederländischen Verband führender Agenturen für Events und Live-Kommunikation. Darüber hinaus ist er als Mission Lead für CreativeNL tätig und engagiert sich als Juror bei internationalen Branchenpreisen. Seit rund 30 Jahren arbeitet Schram in der Event- und Live-Kommunikationsbranche. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen internationale Vernetzung, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung der europäischen Eventindustrie.