Bildnachweis: KI-generierte Illustration (2026)

Direkt am Hafen von Reykjavík erhebt sich die Harpa wie ein gläserner Kristall über dem Wasser. Ihre vielfach gebrochene Fassade greift die kantigen Formen der isländischen Basaltlandschaft auf und übersetzt sie in ein faszinierendes Spiel aus Licht, Farbe und Spiegelungen. Je nach Wetter, Tageszeit und Beleuchtung zeigt das Gebäude immer wieder ein anderes Gesicht: Mal erscheint es kühl und transparent, mal leuchtet es in intensiven Farben über der Uferpromenade.

Auch im Inneren bleibt die Architektur eng mit ihrer Umgebung verbunden. Großzügige Foyers, hohe Glasfronten und überraschende Sichtachsen öffnen den Blick auf den Hafen, das Meer und die umliegenden Berge. Die Landschaft bleibt dadurch selbst innerhalb des Gebäudes präsent und begleitet die Gäste vom Empfang bis in die Veranstaltungsbereiche. Für Kongresse, Tagungen, Konzerte, Empfänge und Corporate-Events stehen mehr als 6.600 Quadratmeter Konferenzfläche zur Verfügung. Die unterschiedlichen Säle und Räume lassen sich flexibel kombinieren und ermöglichen Veranstaltungen mit bis zu 3.500 Teilnehmern. Herzstück des Hauses ist der große Konzertsaal Eldborg mit bis zu 1.734 Plätzen. Seine markante Gestaltung, die ausgezeichnete Akustik sowie moderne Ton-, Video- und Lichttechnik machen ihn auch für große Kongressformate zu einem außergewöhnlichen Veranstaltungsraum.

Die Harpa kombiniert die Funktionalität eines modernen Konferenzzentrums mit der Ausdruckskraft eines architektonischen Wahrzeichens. Veranstaltungstechnik, Akustik und flexible Raumkonzepte sorgen für die grundlegenden Voraussetzungen, während die Lage am Wasser und die besondere Gestaltung dem Event eine individuelle Identität verleihen.

Warum spektakulär?                                                                                                                   

Weil die Architektur selbst zum Teil des Events wird. Meer, Himmel und Stadt spiegeln sich in der geometrischen Fassade, während Licht und Farbe die Architektur fortwährend verändern. Im Inneren treffen klare nordische Gestaltung, weite Perspektiven und kräftige Farbakzente aufeinander. So beginnt die Wirkung der Location lange vor dem Start des Events.

Harpa – Reykjavík, Island

Schon der erste Eindruck ist überwältigend: In der ehemaligen U-Boot-Basis von Bordeaux treffen monumentale Betonarchitektur, dunkle Wasserflächen und digitale Bilderwelten aufeinander. Wo einst Militärgeschichte geschrieben wurde, öffnet sich heute eine immersive Welt aus Licht, Klang und Bewegung.

Vier riesige Wasserbecken prägen die insgesamt 13.000 Quadratmeter große Anlage. Auf rund 12.450 Quadratmetern Projektionsfläche entfalten sich bewegte Bilder. Sie spiegeln sich im Wasser, wandern über Pfeiler und Betonflächen und verändern den Raum mit jeder neuen Sequenz. Mal erscheint die Halle geheimnisvoll und beinahe entrückt, mal kraftvoll, farbintensiv und voller Dynamik.

Für Firmenveranstaltungen lassen sich eigene Filme, Bildwelten und Markenelemente in die Projektionen integrieren. So wird die Architektur nicht nur zur Kulisse, sondern selbst zum Träger der jeweiligen Bild- und Markenwelt. Firmenevents, Präsentationen, Galas und exklusive Abendveranstaltungen sind mit bis zu 900 Personen möglich, gesetzte Dinner mit bis zu 700 Gästen.

Warum spektakulär?                                                                                                                   

Weil sich dieser Ort nicht einfach betreten, sondern mit allen Sinnen erleben lässt. Wasser, Beton, Musik und Projektionen bilden eine immersive Einheit, die den Charakter des Raumes fortwährend verändert. Die Bassins des Lumières zeigen eindrucksvoll, wie aus einer ehemaligen Militäranlage eine Bühne für bewegte Bilder, starke Emotionen und individuelle Markenwelten werden kann.

Bild © Culturespaces / Bassins des Lumières

Bassins des Lumières – Bordeaux, Frankreich

Bild © scalaria.com

Am Strand von Vlychada zeigt sich Santorin von einer ungewohnten Seite. Statt weißer Häuser und blauer Kuppeln prägen schroffe vulkanische Felsformationen, dunkler Sand und die Gebäude einer ehemaligen Tomatenfabrik das Bild. Über der historischen Industrieanlage ragt noch heute der markante Schornstein auf – vor einer Landschaft, die beinahe wie eine Filmkulisse wirkt.

Die frühere Fabrik beherbergt heute das Tomatenindustriemuseum D. Nomikos und die Santorini Arts Factory. Alte Produktionsräume, historische Maschinen und industrielle Spuren erinnern an die wirtschaftliche Geschichte der Insel. Zugleich werden die Innen- und Außenbereiche für Ausstellungen, Konzerte, Theater- und Tanzaufführungen sowie für Konferenzen, Vorträge, Presseveranstaltungen und Unternehmenspräsentationen genutzt.

Seinen besonderen Reiz bezieht der Ort gerade aus diesem Kontrast: Historische Fabrikarchitektur trifft auf die raue Vulkanlandschaft Santorins, während nur wenige Schritte entfernt die Ägäis beginnt. Dadurch eignet sich die Location sowohl für kulturelle Formate als auch für Firmenveranstaltungen und private Anlässe, die bewusst abseits klassischer Hotel- oder Kongressräume stattfinden sollen.

Warum spektakulär?                                                                                                                   

Weil diese Location mit den vertrauten Bildern Santorins bricht. Vulkanische Felsformationen, dunkler Strand, alte Fabrikmauern und der Blick auf das Meer formen eine Szenerie von fast unwirklicher Schönheit. Die Santorini Arts Factory erzählt dabei nicht nur von der Vergangenheit der Insel, sondern gibt Veranstaltungen einen besonderen Charakter.

Santorini Arts Factory – Santorin, Griechenland

Direkt am Wolfgangsee verbindet die scalaria die eindrucksvolle Naturkulisse des Salzkammerguts mit einer Eventwelt, die ganz auf Dramaturgie und Präsentation ausgerichtet ist. Bühnen, wandelbare Räume und Außenflächen schaffen den Rahmen für Firmenveranstaltungen, bei denen Produkte, Marken und Botschaften wirkungsvoll in Szene gesetzt werden. See und Berge werden dabei nicht nur zur Kulisse, sondern zum atmosphärischen Teil des Veranstaltungserlebnisses.

Das Eventresort verfügt über fünf Eventlocations, drei multifunktionale Bühnen und zehn Tagungs- und Meetingräume. Die Bandbreite reicht vom Management-Meeting mit zehn Personen bis zum Firmenevent mit 1.500 Teilnehmern. Unterschiedliche Raum- und Bühnenkonzepte ermöglichen dabei sowohl Tagungen und Kongresse als auch Galas, Produktpräsentationen und großformatige Shows. Ergänzt werden die Veranstaltungsflächen durch 210 neu gestaltete Designer Rooms sowie ein eigenes Team für Planung und technische Realisierung. Neben vielseitigen Eventformaten ist die scalaria besonders auf Automotive-Events ausgerichtet. Flexible Bühnenkonzepte, Projektionen sowie Licht- und Tontechnik ermöglichen es, Fahrzeuge oder andere Exponate in eine dramaturgisch aufgebaute Präsentation einzubinden. Zu den besonderen Showelementen gehören Wasserspiele mit Projektionen sowie Drohnen- und Lasershows. 

Seit dem ersten Event im Jahr 1999 wurden in der scalaria mehr als 1.300 Veranstaltungen durchgeführt. 2026 erreichte die scalaria beim Österreichischen Innovationspreis Tourismus in der Kategorie für Veranstaltungsorte mit mehr als 1.000 Teilnehmern den dritten Platz.

Warum spektakulär?                                                                                                                   

Hier treffen wandelbare Veranstaltungsräume und aufwendige Bühnentechnik auf Inszenierungen wie Wasserspiele und Wasserwandprojektionen vor der Naturkulisse des Wolfgangsees. Produkte können dabei selbst zum Bestandteil einer Bühnenshow werden, während See, Strand und Bergpanorama zusätzliche Möglichkeiten für Empfänge, Präsentationen oder Abendveranstaltungen eröffnen.

scalaria am Wolfgangsee, Österreich

Direkt am Tejo verbindet das Oceanário de Lisboa moderne Architektur mit einer der faszinierendsten Unterwasserwelten Europas. Im Zentrum des Gebäudes liegt ein Aquarium mit rund fünf Millionen Litern Salzwasser, in dem unter anderem Haie, Rochen und zahlreiche Fischarten zu sehen sind. Schon beim Betreten wird deutlich, wie sehr sich dieser Ort von klassischen Eventlocations unterscheidet.

Für Meetings und Firmenveranstaltungen steht unter anderem der 254 Quadratmeter große Sophia-de-Mello-Breyner-Andresen-Raum mit Panoramablick auf den Tejo zur Verfügung. Er bietet Platz für bis zu 240 Personen bei Empfängen oder bis zu 200 Personen in Theaterbestuhlung. Für Präsentationen, Vorträge und Konferenzen eignet sich das Mar-da-Palha-Auditorium mit 117 fest installierten Sitzplätzen sowie vier Plätzen für Personen mit eingeschränkter Mobilität. Projektor, Leinwand, Beschallung, Mikrofone, Videokonferenztechnik und Bühnenbeleuchtung gehören zur technischen Ausstattung.

Seine stärkste Wirkung entfaltet das Oceanário jedoch dort, wo die Unterwasserwelt unmittelbar in das Event einbezogen wird. Tiefblaues Licht, die ruhigen Bewegungen der Meeresbewohner und die Sichtachsen durch das Aquarium schaffen eine fast surreale Stimmung. Die Unterwasserwelt ist dabei weit mehr als ein außergewöhnlicher Hintergrund – sie prägt das Event selbst

Warum spektakulär?                                                                                                                   

Weil hier keine aufwendige Dekoration nötig ist: Haie, Rochen und Fischschwärme begleiten das Event und verleihen selbst klassischen Firmenformaten eine außergewöhnliche, beinahe magische Atmosphäre.

Oceanário de Lisboa – Lissabon, Portugal

Wie ein monumentaler Zylinder erhebt sich der Gashouder im Amsterdamer Kulturpark Westergas. Das kreisrunde Industriedenkmal wurde 1885 als Teil der ehemaligen Westergasfabriek errichtet und versorgte die Stadt viele Jahre lang mit Gas für Licht und Wärme. Heute steht der historische Bau für eine andere Form von Energie. Er dient als Bühne für Musik, Kunst, Tanz, Performances und aufwendig inszenierte Corporate-Events.

Seinen besonderen Charakter erhält der Gashouder durch das Zusammenspiel von Größe und Nähe. Die rund 2.500 Quadratmeter große Haupthalle erreicht eine Höhe von 14,5 Metern und ist für Veranstaltungen mit mehr als 3.500 Besuchern ausgelegt. Trotz dieser Dimensionen sorgt der kreisförmige Grundriss dafür, dass Bühne, Geschehen und Publikum stets im Mittelpunkt stehen. Selbst großformatige Veranstaltungen bewahren dadurch eine überraschend intensive und beinahe intime Atmosphäre. Zu ausgewählten Zeiten im Jahr kann die Location für große Firmenveranstaltungen gemietet werden. Die offene Halle bietet Raum für Messen, Konferenzen und Seminare ebenso wie für Produktpräsentationen, Galas und Live-Shows. Die markante Architektur bildet dabei keine bloße Kulisse, sondern wird selbst zum prägenden Bestandteil des Veranstaltungskonzeptes. Großflächige Projektionen, immersive Installationen und aufwendige Bühnenkonzepte können die Rundform des Gebäudes vollständig einbeziehen. Ergänzt wird die Haupthalle durch eine neue multifunktionale untere Ebene, die zusätzliche Möglichkeiten für die Gestaltung komplexer Veranstaltungsformate eröffnet.

Warum spektakulär?                                                                                                                   

Weil der Gashouder industrielle Monumentalität mit überraschender Nähe verbindet. Der kreisförmige Raum, seine enorme Höhe und die historische Stahlkonstruktion machen jede Veranstaltung zu einem räumlichen Erlebnis. Wo einst Energie für Amsterdam erzeugt wurde, finden heute Events statt, die durch die Architektur eine ganz eigene Dynamik erhalten.

Bildquelle: Ausschnitt aus dem Imagefilm

Gashouder – Amsterdam, Niederlande

Bild © Elbphilharmonie / giraffentoast

Bildnachweis: KI-generierte Illustration (2026)

Außergewöhnliche Schauplätze:
7 spektakuläre Eventlocations in Europa

Elbphilharmonie – Hamburg, Deutschland

Wie eine gläserne Welle erhebt sich die Elbphilharmonie über dem massiven Backsteinsockel des ehemaligen Kaispeichers. Das von Herzog & de Meuron entworfene Konzerthaus hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2017 zu einer internationalen Architekturikone und einem markanten Wahrzeichen Hamburgs entwickelt. Architektur, Akustik und die Lage unmittelbar an der Elbe fügen sich hier zu einem Gesamterlebnis, das bereits auf dem Weg in den Saal beginnt. Eine 82 Meter lange, gebogene Rolltreppe führt durch die sogenannte Tube hinauf zur Plaza. Die öffentlich zugängliche Plattform liegt 37 Meter über dem Boden und eröffnet einen Rundumblick auf Hafen, Elbe und Stadt. Von hier aus gelangen die Gäste weiter in die Foyers und Konzertsäle – über mehrere Ebenen hinweg und immer wieder begleitet von neuen Perspektiven auf Hamburg.

Herzstück des Hauses ist der Große Saal mit rund 2.100 Plätzen. Nach dem Weinberg-Prinzip steigen die Zuschauerränge terrassenförmig rund um die zentral gelegene Bühne an. Kein Platz ist weiter als 30 Meter vom Dirigenten entfernt. Die aus rund 10.000 individuell strukturierten Gipsfaserplatten bestehende „Weiße Haut“ reflektiert und streut den Klang bis in die letzten Winkel des Saals. Deutlich wandelbarer präsentiert sich der Kleine Saal. Er bietet je nach Aufbau bis zu 550 Plätze und lässt sich durch eine mobile Tribüne sowie flexible Bühnenelemente unterschiedlich konfigurieren. Die wellenförmige Verkleidung aus französischer Eiche prägt dabei nicht nur die warme Raumwirkung, sondern unterstützt zugleich die Akustik. Zur Vermietung stehen die Säle für öffentliche und geschlossene Konzerte zur Verfügung. Damit ist die Elbphilharmonie keine frei bespielbare Eventlocation im klassischen Sinne, sondern eine exklusive Adresse für Formate, bei denen Musik und kultureller Anspruch im Zentrum stehen. Gerade diese klare Positionierung unterstreicht die Exklusivität des Hauses als Veranstaltungsort.

Warum spektakulär?                                                                                                                   

Weil hier nicht nur der Saal beeindruckt: Schon der Weg durch das Gebäude wird zur Inszenierung. Die Elbphilharmonie vereint außergewöhnliche Architektur, herausragende Akustik und das Hamburger Hafenpanorama auf eine Weise, die alle Sinne anspricht.

Manche Locations berühren, noch bevor das eigentliche Event beginnt. Sie überraschen, faszinieren und geben Veranstaltungen eine ganz eigene Intensität. Zwischen visionärer Architektur, bewegender Geschichte und außergewöhnlichen Naturkulissen werden Orte selbst zum Teil des Events und bleiben weit über den letzten Programmpunkt hinaus in Erinnerung.

Wer Gefühle plant, gewinnt: MICE ohne Emotion ist wie Sex mit Excel

Der Kardinalfehler (A)

Der absolute Klassiker: Den langweiligsten und trockensten Vortrag ganz ans Ende setzen. Am besten hol dir einen Prof., der wird der verwöhnten Vertriebsgang schon einheizen. Großartig, wenn du sehen willst, wie 200 Menschen gleichzeitig bereit sind, sich den Werbekugelschreiber ins Kleinhirn zu schieben. Nach sieben Stunden Programm hat keiner mehr Bock auf die Excel-Bibel des Controllings oder auf eine Medical-Schulung mit der Emotion getrockneter Wandfarbe. Wenn der Referent darauf besteht, sein Zahlenwerk und die Grundlagen der Wirkungsweisen im Kleinhirn trotzdem episch auszubreiten, dann gibt es nur eine Lösung: Tausche ihn aus. Harte Worte? Ja. Wer besetzt schon eine Bruce Willis Rolle mit Florian Silbereisen? Aber glaub mir: Deine Teilnehmer danken es dir. Hör auf die Welt zu langweilen! Jetzt denkst du folgendes:

1.    Ich muss doch…

2.    Was soll ich denn machen…

3.    Das gehört doch dazu…

4.    Das war doch schon immer so…

5.    Ich muss weg…

Und nun? Lies weiter, denn die Wahrheit und die Lösung kommt immer am Ende.


Wie kommt man ins sensorische Gedächtnis?

Die Antwort ist einfach: Emotion schlägt Information.

Beispiele:

  • Erzähl Geschichten statt Folien runterzurattern. Unser Gehirn liebt Storytelling – nackte Zahlen sind nur Gehirn-Smog⁶.

  • Lass die Leute etwas tun. Studien zeigen: Wir erinnern uns zu 90 Prozent an das, was wir selbst tun, aber nur zu 10 Prozent an das, was wir lesen⁷.

  • Nutze alle Sinne: Bilder, Sounds, Haptik, sogar Gerüche. Multisensorische Inputs verbessern die Erinnerungsleistung deutlich⁸.

  • Baue Überraschungen ein. Ein unerwartetes Element – ein Gast, eine provokante Frage, ein Formatwechsel – wirkt wie ein Schlag ins neuronale Gesicht. Mache das Gegenteil von dem, was man erwartet.


Praxis-Tipps vom Eventdoktor

Speed-Networking mit Substanz
Kein belangloses „Wo arbeiten Sie?“, sondern klare Leitfragen: „Welches Problem wollen Sie dieses Jahr unbedingt lösen?“ oder „Was war Ihr größter Flop?“ – garantiert spannender als Lebenslauf-Gefasel.

Mini-Workshops statt Monologe
Teile Teilnehmer in kleine Gruppen und gib ihnen eine konkrete Aufgabe. Menschen, die zusammen an etwas knobeln, erinnern sich auch später aneinander – nicht nur an das Buffet.

Matching-Sessions
Nutze Tools oder einfach gute Vorbereitung: Finde heraus, wer thematisch zusammenpasst, und bring diese Menschen aktiv ins Gespräch.


Quellen:
¹ Microsoft Attention Spans Research Report, (2015)/ ² Bitkom-Studie „Digitale Überforderung“, (2021)/ ³ Neisser, U. (1967): Cognitive Psychology/ ⁴ Medina, J. (2008): Brain Rules/ ⁵ Damasio, A. (1994): Descartes’ Error/ ⁶ Zak, P. J. (2013): Why Inspiring Stories Make Us React/ ⁷ Dale, E. (1969): Cone of Experience/ ⁸ Shams, L., & Seitz, A. (2008): Benefits of Multisensory Learning

© Twilight Events Media AG

Günter Mainka ist Gründer und kreativer Kopf der renommierten Agentur Twilight Events, Keynote Speaker, Moderator, Event- und Marketingexperte sowie Autor. Als „Eventdoktor“ und Branchenkenner seit über 25 Jahren ist er bekannt für seine pointierten Analysen und humorvollen Beiträge zur Eventbranche. Seine Spezialgebiete sind Erlebnismarketing, Live-Kommunikation, Kundenbindung, Vertriebsevents sowie Innovations-Coaching und sensorisches Marketing. Ausgezeichnet ist er mit dem EVA Award für kreative Exzellenz in der Eventbranche.

(A) Der Begriff Kardinalfehler stammt ursprünglich aus dem Lateinischen: cardinalis bedeutet „wesentlich“ oder „grundlegend“. Er bezeichnet also einen Fehler, der nicht irgendein kleiner Patzer ist, sondern ein grundlegender, zentraler Irrtum – quasi der Hauptfehler, von dem aus alles Weitere schiefgeht.

Die Möglichkeiten sind vielfältig und dir fallen bestimmt noch bessere Ideen ein. Der Haken? Deine Geschäftsleitung sieht das alles anders, aber dazu gibt es einen passenden Filmtitel: „Denn sie wissen nicht, was sie tun“.

Plan doch mal, was lebt!

Deine Tagung braucht keine weiteren Zahlenfriedhöfe. Und nochmal zur Erinnerung: Kein Mensch schaut einen Krimi, wenn er den Mörder schon kennt. Also hör endlich auf, Veranstaltungen zu planen, deren Ablauf schon auf dem Anmeldeformular erkennbar ist. Plane Spannung. Plane Erlebnisse. Plane Emotion. Wenn man dich nicht lässt, dann gehe.

Merke: Ohne Emotion ist deine Tagung nichts weiter als ein besserer Kantinenbesuch mit Namensschild und einem getrockneten Film auf dem Dessertpudding.

Dein Eventdoktor

Günter Mainka

Location:

Hangar / Flugzeug / Flugsimulator

Markthalle / Teppichgeschäft / Börse

Baustelle / Architektur-Showroom

Was geht sonst noch so?

Versuche den Content mit der Location zu verknüpfen. An welchem Ort spiegelt sich dein Tagungsmotto wider? Hier ein paar Beispiele:

Motto:

Wir starten durch

Sales Kick Off 2026

Wir gestalten Zukunft

Warum es immer schwerer wird

Deine Teilnehmer sind permanent überfüttert. Das bedeutet: Im sensorischen Gedächtnis fliegt alles Normale raus. Nur Relevanz, Emotion und Überraschung kommen rein. Alles andere landet auf dem gleichen Stapel wie Spam-Mails und schlechte KI-Instagram-Selfies.

Du musst ein Networking organisieren?

Emma Zajdela und Kollegen haben 2021 über fünf Jahre hinweg Daten von zwölf wissenschaftlichen Konferenzen analysiert (Catalyzing collaborations: Prescribed interactions at conferences determine team formation). Und sie fanden heraus: Wenn man die Teilnehmer nicht dem Zufall überlässt, sondern sie gezielt in Interaktion bringt – in kleinen Gruppen, über Matching-Sessions, moderierte Austauschformate – dann passiert Magie.

Die Fakten:

  • Teilnehmer, die in solche prescribed interactions eingebunden wurden, hatten eine achtmal höhere Wahrscheinlichkeit, danach eine neue Zusammenarbeit zu starten, als jene, die im klassischen Setting nur konsumierten.

  • Insgesamt führten diese strukturierten Begegnungen zu 63 Prozent mehr Interaktionen im Vergleich zur Standard-Kaffeepause.

Mit anderen Worten: Wer Menschen nur nebeneinandersetzt, produziert höfliches Schweigen. Wer sie aktiv zusammenführt, produziert Projekte, Paper und Netzwerke.

Quelle: Zajdela et al., 2021 (arxiv.org/abs/2112.08468)


Was das für deine Events heißt

Wenn schon die wissenschaftliche Community – bekannt für ihre Vorliebe für PowerPoint-Marathons und monotone Vorträge – plötzlich vor Kooperationen sprüht, sobald man sie strukturiert ins Gespräch zwingt, dann heißt das für dich als Eventplaner: Hör auf zu hoffen, dass Networking von allein passiert.

Kaffeepausen mit belegten Brötchen schaffen keine nachhaltigen Verbindungen. Höfliche Smalltalks im Stehen bringen keine Kollaboration. Du musst den Zufall managen – und Interaktion bewusst designen. Du bist der Regisseur, du bist die Dramaturgin!

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Manche Locations berühren, noch bevor das eigentliche Event beginnt. Sie überraschen, faszinieren und geben Veranstaltungen eine ganz eigene Intensität. Zwischen visionärer Architektur, bewegender Geschichte und außergewöhnlichen Naturkulissen werden Orte selbst zum Teil des Events und bleiben weit über den letzten Programmpunkt hinaus in Erinnerung.

Bildnachweis: KI-generierte Illustration (2026)